Stempelkunde

Porzellanstempel lassen Rückschlüsse auf diverse Zusammnehänge zu. Auftraggeber, Besitzer, Entwerfer und viele mehr gehören dazu. Die eigentliche Porzellanmarke – und damit die wichtigste Information – ist jedoch die Fabrikmarke. Sie bezeichnet die Manufaktur oder das Unternehmen, in dem das Porzellan hergestellt wurde. Alle Porzellanmanufakturen wandeln und ändern dabei ihre Fabrikmarken im Laufe der Zeit.

Die Stempelkunde beginnt natürlich mit meiner Lieblingsmanufaktur Rosenthal. Nahezu alle Exponate aus dem letzten Jahrhundert sind aufgrund des Stempels auf das Jahr genau zu datieren.

Allgemein kann man sagen, dass die Stempel bis 1934 mit „Bavaria“, danach mit „Germany“ bezeichnet waren. Die einzelnen Jahre unterscheiden sich dann nur noch durch Striche und Punkte.

Im folgenden finden Sie eine Übersicht.

 

Glas- und Porzellankunst GmbH München gegründet 1921 eigene Malerei

Luxus- und Gebrauchsporzellan (Vasen, Mokka- und Sammeltassen, Leuchter, Bonbonnieren, Kaffee-, Tee- und Speiseservice)

siehe Dieter Zühlsdorff, Seite 568

Porzellanmanufaktur Jaeger, Thomas & Co in Marktredwitz (Oberfranken), gegründet 1898

Luxus-, Gebrauchs- und Hotelgeschirre, Gedecke, Mokkatassen, Geschenkartikel, Luxusgegenstände. Scharffeuerfarben, Auf- und Unterglasur, Teilnahme an den Ausstellungen: Weltausstellung St. Louis 1904 (Goldmedaille) und Lüttich 1905 (Diplome d´honneur).

siehe Dieter Zühlsdorff, Seite 558

Lesens- und sehenswert dazu „Mokkatassen des Art Deco“- Preziosen der Porzellanfabrik Marktredwitz Jaeger & Co- Sammlung Krausborn